Aus der Praxis in eine HAW-Professur
AnzeigeProfessorin zu werden war für sie kein fester Karriereplan, sondern das Ergebnis ihres Interesses an der fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung junger Menschen. Inzwischen lehrt Dr. Barbara Kleine-Kalmer als Professorin für BWL in der Ernährungswirtschaft an der Hochschule Bremerhaven. Ihre umfassende Berufserfahrung bringt sie in Lehre und Forschung ein. Dabei ist ihr der Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis sehr wichtig.
Der Lebenslauf von Prof. Dr. Barbara Kleine-Kalmer ist ein gutes Beispiel für den Weg zu einer Hochschulprofessur. Nach ihrem Studium arbeitete sie viele Jahre in verschiedenen Unternehmen der Lebensmittelbranche, promovierte währenddessen und sammelte Erfahrungen als Lehrende. Als sich die Chance bot, sich als Professorin an der Hochschule Bremerhaven zu bewerben, ergriff sie diese. „Bremerhaven ist als Standort für die ‚Foodforschung‘ sehr interessant. Im Land Bremen hat sich in diesem Bereich ein richtiges Expert:innencluster entwickelt“, erklärt sie. 2022 wurde sie berufen und bereits zwei Jahre später für ihre innovative Lehre mit dem Teaching Award der Hochschule und des Fördervereins ausgezeichnet. Ihre Lehrmethoden sind auf Dialog, Interaktivität, Diskussion auf Augenhöhe, Reflexion und Praxistransfer ausgerichtet. Das ermöglicht den Studierenden, sich wissenschaftliche Konzepte und Theorien selbst zu erschließen, diese aufzubereiten und ihre Präsentationsfähigkeit zu verbessern. Ergänzt wird dies durch die Übertragung auf reale Praxisfälle.
Auch bei ihrer Forschung ist ihr der Anwendungsbezug wichtig. So entstand die Idee, gemeinsam mit ihrer Kollegin Prof. Dr. Birte Kemmerling das Marketing hoch zwei Institut zu gründen, damit das Marketingwissen der Hochschule zu bündeln und einen Mehrwert für regionale Partner:innen zu schaffen. Grundlage ist der Wissenstransfer aus der Hochschule in die Wirtschaft und andersherum. Auch Studierende werden in die Projekte eingebunden. Davon profitieren beide Seiten. „Für Studierende ist es interessanter zu lernen, wenn es direkten Praxisbezug gibt. Außerdem können sie Kontakte zu Unternehmen knüpfen. Unternehmen lernen die Studierenden als potenzielle zukünftige Mitarbeitende kennen und profitieren von frischem Input“, sagt sie.
Wie war Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe nach dem Studium zunächst bei Dr. Oetker gearbeitet. Erst später entstand das Interesse, im Rahmen einer Promotion ein Forschungsthema zu vertiefen. Anschließend war ich in verschiedenen Führungspositionen bei ABInBev tätig. Mit wurde bewusst, dass es mir besondere Freude bereitet, Menschen bei ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Die Ausschreibung der Hochschule Bremerhaven kam daher genau zum richtigen Zeitpunkt.
Was gefällt Ihnen an der Hochschule Bremerhaven?
An der Hochschule stehen die Menschen im Mittelpunkt. Die Zusammenarbeit im Kollegium und mit den Studierenden fühlt sich familiär an. Durch die moderaten Gruppengrößen hat man die Möglichkeit, den Studierenden Einzelfeedbacks zu geben und sie individuell zu coachen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist an der Hochschule ein wichtiges Thema. Meine Funktion als dezentrale Frauenbeauftragte ermöglicht es mir, daran mitzuarbeiten die Strukturen noch familienfreundlicher zu machen.
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