Zia - Visible Women in Science
Lernen Sie unsere Fellows kennen
In dem einjährigen Fellowship-Programm Zia erhalten junge Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit, sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzubilden und zu entwickeln. Durch den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung untereinander sowie mit weiblichen Role Models und institutionellen Unterstützern aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und dem Public Sector können wir gemeinsam die Position und Potenziale unserer Fellows im Wissenschaftssystem stärken und vorantreiben.
Die Fellows des Zia-Programms 2025/26
Was ist dein bester Tipp für kollaboratives Arbeiten über Disziplinen hinweg?
„Mein Tipp für erfolgreiche und produktive, interdisziplinäre Zusammenarbeit ist offene und neugierige Kommunikation. Wenn unterschiedliche Fachrichtungen aufeinandertreffen, entstehen oft Missverständnisse, aber eben auch die spannendsten Ideen. Es hilft Fragen zu stellen, auch wenn sie naiv erscheinen, und vor allem bereit zu sein, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Entscheidend ist, ohne Vorurteile in den Austausch zu gehen und die Sprache, Denkweise und Logik anderer Fachrichtungen wirklich verstehen zu wollen. Nur so entsteht Wissenschaft, die mehr ist als die Summe ihrer Disziplinen.“
Social Media:
Was macht eine starke Botschaft in der Wissenschaftskommunikation aus deiner Sicht aus?
„Für mich lebt eine starke Botschaft in der Wissenschaftskommunikation von Verständlichkeit. Komplexe Themen sollten so vermittelt werden, dass sie für die Öffentlichkeit zugänglich sind, Interesse wecken und ihre Relevanz zeigen. Eine gute Botschaft erreicht viele Menschen, lädt zum Mitdenken ein und bleibt im Gedächtnis. Sie ist transparent, fördert den Austausch und nutzt verschiedene Medien, um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Im besten Fall inspiriert sie zu eigenem Handeln – und zeigt, welchen Unterschied Wissenschaft für die Gesellschaft machen kann.”
Social Media:
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Welche Eigenschaft hilft dir als Wissenschaftlerin am meisten?
„Neugier auf Menschen: in meiner inter- und transdisziplinären Forschung ist es von zentraler Bedeutung die verschiedenen Perspektiven und Denklogiken globaler Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kennenzulernen und auf sie eingehen zu können. Wenn das gelingt können gemeinsam relevante Fragestellungen identifiziert und erforscht werden – für Forschung mit Impact für mehr Tempo in der globalen Energiewende.”
Social Media:
Welche Frage treibt deine Forschung im Kern an?
„Durch meine Forschung über Löwen möchte ich verstehen, wie sich in Europa etwas zunächst für exotisch Gehaltenes zu etwas Alltäglichem wandelte. Wie hat sich unser Verständnis von Biodiversität erweitert? Und wie prägt Kultur unseren Umgang mit Tieren? Tiere sind ein integraler Bestandteil der menschlichen Geschichte und Gesellschaft. Die Erforschung ihrer Lebensgeschichten ist demnach von signifikanter Relevanz, da sie einen wesentlichen Beitrag zur Analyse unserer aktuellen Mensch-Tier-Beziehungen leistet und auch die historische Entwicklung und Veränderung dieses Umgangs beleuchtet.“
Social Media:
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Welche Eigenschaft hilft dir als Wissenschaftlerin am meisten?
„Meine Begeisterungsfähigkeit, auch für die kleinen Dinge! Ich kann mich beispielsweise auch nach vielen Jahren in der Chemie immer noch genauso über einfache Farbreaktionen oder Spielereien mit Trockeneis freuen, wie zu Beginn des Studiums.”
Social Media:
Welche Frage treibt deine Forschung im Kern an?
„Was sind die Folgen von Starkregen und wie können wir sie minimieren? Starkregenereignisse sind extreme Niederschläge, die durch den Klimawandel häufiger werden. Neben der daraus entstehenden Gefahr von Überflutungen, kann auch fruchtbarer Boden landwirtschaftlicher Flächen abgetragen werden und zu negativen Folgen, wie dem Verlust unserer wichtigsten Ernährungsgrundlage, führen. Durch die Berechnung dieser beiden Prozesse sollen Gefahren bekannt und Gegenmaßnahmen entwickelt werden.“
Welche Eigenschaft hilft dir als Wissenschaftlerin am meisten?
„Ein gewisser Grad an Sturheit. Das kann man auch positiv als Ausdauer oder Resilienz bezeichnen.“
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Welche reale Veränderung wünschst du dir, die aus deiner Forschung entsteht?
„Wir begegnen immer häufiger Robotern in unserem Alltag: vom Staubsaugerroboter in der Wohnung bis zum Roboterarm, der in einem Einkaufszentrum Kaffee zubereitet. Robotern, die zusammenarbeiten, begegnen wir jedoch bislang kaum. Dabei ließen sich aufwendige Aufgaben, wie das Transportieren schwerer Objekte, auch mit mehreren kleineren Robotern statt einem großen umsetzen. Das hat verschiedene Vorteile: Die einzelnen Roboter sind vielseitiger einsetzbar und es gibt eine höhere Ausfallsicherheit. Ich hoffe, mit meiner Forschung dazu beitragen zu können, dass wir bald auch kooperierende Roboter als selbstverständlichen Teil unseres Alltags erleben werden.“
Social Media:
Was macht eine starke Botschaft in der Wissenschaftskommunikation aus deiner Sicht?
„Eine starke Botschaft verbindet Fakten mit Sinn und macht komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse für ein breites Publikum greifbar. Sie erzählt, warum die Forschung relevant ist, zeigt den direkten Nutzen für den Alltag und erzeugt Neugier und Vertrauen. Gute Wissenschaftskommunikation übersetzt Daten in Hoffnung, Motivation und konkrete Handlungsmöglichkeiten, ohne den Kern der Evidenz zu verlieren. Besonders in Themen wie Bewegung, mentale Gesundheit und Prävention ist es entscheidend, dass Botschaften inspirieren und Menschen dazu befähigen, selbst Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.”
Social Media:
Was hat dich ursprünglich in die Wissenschaft gezogen – und was hält dich heute dort?
„Ich habe die Welt der Materialforschung durch „Jugend forscht“ für mich entdeckt. Damals habe ich mein Equipment meist selbst gebaut und viel in der Küche meiner Eltern experimentiert. Dabei habe ich gelernt, wie spannend es ist, sich mit anderen Forschenden auszutauschen und eigene Ideen zu präsentieren. Jetzt hält mich in der Wissenschaft, dass man immer neue Herausforderungen hat und es einem nie langweilig wird!“
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Woran forschst du aktuell – und warum ist das wichtig für unseren Alltag?
„Ich erforsche, wie die Prozesse in unseren Zellen durch Einflüsse von Außen aus dem Gleichgewicht gebracht werden können. Dazu verwende ich Gehirn-Organoide, also ein Mini-Modell des menschlichen Gehirns, das man im Labor kultivieren kann. Gerade beschäftige ich mit mit den Auswirkungen von Virusinfektionen, die sich auf das Gehirn ausbreiten und dort zum Beispiel zu Entzündungen führen können. Besonders interessiert mich dabei das West Nil Virus, was sich durch den Klimawandel inzwischen auch in Regionen Deutschlands ausbreitet und über dessen Mechanismus noch relativ wenig bekannt ist. Wenn wir herausfinden können, welche zellulären Abläufe das Virus beeinflusst, können wir bei der Entwicklung von gezielten Behandlungen darauf aufbauen. In einem anderen Projekt schaue ich mir an, wie Mikroplastik sich auf die Gehirnentwicklung auswirkt. Inzwischen wissen wir nämlich, dass diese kleinen Plastikpartikel nicht nur überall in der Umwelt zu finden sind, sondern auch in unserem Körper.“
Welche reale Veränderung wünschst du dir, die aus deiner Forschung entsteht?
„Ich wünsche mir, dass Planungs- und Entscheidungsprozesse im Bauwesen so gestaltet werden, dass der Gebäudebestand als wertvolle Ressource verstanden und genutzt wird. Abriss soll nicht länger eine voreilige Lösung sein, sondern eine fundierte und umfassend begründete Entscheidung. Meine Forschung soll dazu beitragen, dass Architekt:innen, Tragwerksplaner:innen und Bestandshalter:innen gemeinsam Wege finden, bestehende Strukturen weiterzudenken - ökologisch, sozial und ökonomisch sinnvoll. So kann Bauen Teil der Lösung werden, nicht Teil des Problems.“
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Was ist dein bester Tipp für kollaboratives Arbeiten über Disziplinen hinweg?
„Unterschiedliche Forschungsbereiche meinen mit denselben Begriffen verschiedene Dinge, interessieren sich für verwandte aber doch unterschiedliche Konzepte, verstehen Zusammenhänge anders. Damit die Zusammenarbeit trotzdem gut klappt, stelle ich mir bei neuen Projekten dann vor, ich würde eine neue Sprache lernen, nämlich die Sprache meiner Kolleg:innen aus einer anderen Disziplin. So erlerne ich neue Wortbedeutungen, neue Arten, Verbindungen auszudrücken und damit oft auch eine neue Art, über einen gemeinsamen Forschungsgegenstand nachzudenken.“
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Welchen Rat hättest du deinem jüngeren Ich gegeben, das mit der Promotion startet?
„Ich würde mir selbst raten, mutiger zu sein und darauf zu vertrauen, dass Unsicherheiten ganz normal sind. Forschung verläuft selten geradlinig, und genau darin liegt oft der größte Erkenntnisgewinn. Gleichzeitig hätte ich mir gesagt, mehr Fragen zu stellen und meine eigenen Ideen selbstbewusster einzubringen und umzusetzen — sie sind wertvoller, als man am Anfang manchmal glaubt.“
Was macht eine starke Botschaft in der Wissenschaftskommunikation aus deiner Sicht aus?
„Klartext mit einem Lächeln! Direktheit und Positivität schließen sich nicht aus. Bei all den hitzigen Diskussionen sollten wir nicht vergessen den wissenschaftlichen Grundkonsens zu kommunizieren und wissenschaftlich basierte Lösungsansätze in den Vordergrund stellen. Keine Panik verbreiten, sondern zeigen: Hey, wir haben die Tools und das Wissen, um Probleme gemeinsam anzupacken!“
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Welche Frage wird dir zu deinem Thema am häufigsten gestellt – und wie beantwortest du sie?
„Wieso gibt es denn eigentlich verschiedene Gebärdensprachen? Wäre es nicht toll, wenn es eine universelle Gebärdensprache gäbe?
Von dieser Frage gibt es verschiedene Varianten, aber ich erkenne sie schon von weitem – noch bevor sie überhaupt gestellt wird. Die Frage beruht auf zwei Annahmen, die meiner Meinung nach nicht korrekt sind.
Die erste Annahme ist: Gebärdensprachen sind irgendwie erfunden und man hätte dieselbe Sprache überall etablieren können. Das stimmt aber nicht. Gebärdensprachen entstehen, so wie alle Sprachen, wenn Menschen zusammenkommen und kommunizieren wollen oder müssen. Wenn genug taube Menschen dabei sind, dann entstehen Gebärden- statt Lautsprachen.
Die zweite Annahme ist: Eine Universalsprache wäre wünschenswert. Das entspricht nicht der identitätsstiftenden Funktion von Sprache. Jugendliche sprechen anders als ihre Eltern, Weltsprachen wie Englisch zerfransen an den Rändern, sodass Dialekte sich eher auseinanderentwickeln als vereinheitlichen, und die wenigsten von uns würden gerne ihre eigenen Sprachen für eine Universalsprache aufgeben. (Oder lernen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern aktiv Mandarin, weil es die meisten Muttersprachler*innen hat?) Deswegen denke ich, dass der abstrakte Wunsch nach einer Universalsprache eine reine Fiktion ist – auch für Gebärdensprachen.”
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Wenn du deine Forschung in einem Bild erklären müsstest: Welches wäre das?
„Jede einzelne Nervenzelle verrechnet eine enorme Zahl an Signaleingängen über jede ihrer mehreren Hunderte bis Tausende Synapsen, um ihrerseits Signalausgänge zu ermitteln und wir wissen nur zum Teil wie dieses Verrechnen funktioniert. Vergleicht man diesen Signalstrom innerhalb einer Nervenzelle mit dem Verkehrsstrom auf einer Autobahn sieht man, dass Autos (Signaleingänge von erregenden Synapsen) über ganz viele Auffahrten hinzukommen, aber auch, dass der Verkehrsstrom nicht einfach gleichmäßig ist, sondern durch etwas reguliert und gesteuert wird, wie zum Beispiel Verkehrsschilder (Signaleingänge von hemmenden Synapsen). In meiner Arbeit untersuche ich wo genau diese Verkehrsschilder stehen und um welche Schilder (die Quelle und daher Art der hemmenden Signale) es sich jeweils handelt, weil diese Information uns dabei hilft zu verstehen wie der Verkehr auf einer einzelnen Autobahn (Signalfluss innerhalb eines Neurons) funktioniert und dadurch wie ganze Autobahnnetze (Schaltkreise im Gehirn) gesteuert werden.”
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Welche reale Veränderung wünschst du dir, die aus deiner Forschung entsteht?
„Ich wünsche mir grundsätzlich, dass Forschung stärker gemeinsam mit der Gesellschaft gestaltet wird, wir müssen verändern, dass Forschung so wahrgenommen wir als wäre es etwas alltagsfremdes das hinter geschlossenen Türen an Hochschulen geschieht – damit Nachhaltigkeit nicht nur ein Ziel bleibt, sondern in Städten und Gemeinden, Politik und Alltag wirklich gelebt wird – in grünen, gerechten und lebenswerten Städten für alle Bürgerinnen.”
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Welche Entscheidung war richtungsweisend für deinen Karriereweg?
„Ich hatte zwei sehr richtungsweisende Entscheidungen. Die erste war, eines meiner obligatorischen Praktika im Studium der Molekularen Medizin in der Medizinischen Statistik zu absolvieren. Dabei wurde mir klar, dass mich theoretische Herangehensweisen in der biomedizinischen Forschung begeistern und ich mir schnell die dafür nötigen Kenntnisse, etwa Programmieren, aneignen kann. Nach meinem Abschluss in Molekularer Medizin habe ich daher ein Studium der reinen Mathematik aufgenommen.
Die zweite richtungsweisende Entscheidung war, nach dem Mathematik-Bachelor einen Master in Angewandter Mathematik an der Universität Oxford zu beginnen und mich darin in mathematischer Biologie zu spezialisieren. Oxford ist international führend, insbesondere in der Anwendung mathematischer Methoden auf biomedizinische Probleme. Aus dem ursprünglich einjährigen Master-Studium entwickelte sich schließlich ein neun Jahre umfassender Aufenthalt mit Promotion und anschließendem Postdoc. Ich habe dort inspirierende Mentorinnen und Mentoren getroffen, die mein Interesse an Interdisziplinarität unterstützt haben und meinen weiteren Weg mitgeprägt haben.”
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Welchen Mythos über dein Fachgebiet möchtest du ausräumen?
„Viele glauben, Raumfahrttechnik ist nur etwas für zukünftige Astronautinnen und Astronauten. Tatsächlich passiert der spannendste Teil auf der Erde! Wir entwerfen und analysieren hochkomplexe Systeme, die unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren müssen, wie beispielsweise Satelliten, Raketenantriebe oder Kommunikationssysteme. Wenn etwas nicht funktioniert oder im All kaputt geht, ist es nur selten möglich, Reparaturen durchzuführen. Daher ist es wichtig, sehr sorgfältig und Hand in Hand zu arbeiten. Unsere Arbeitsbereiche sind extrem vielfältig, von der Grundlagenforschung bis hin zur konkreten Konstruktion, Integration, den Tests und dem Betrieb von Systemen. Raumfahrttechnik ist also weit mehr als das der Traum, selbst ins Weltall zu fliegen – sie ist angewandte Physik, Ingenieurskunst, Teamarbeit und Interdisziplinarität.“
Welche Art von Unterstützung hast du dir im Verlauf deiner Karriere am meisten gewünscht?
„Einen starken Konterpart gegenüber der Motivation es schon wieder einem mittelalten weißen Mann beweisen zu müssen, dass er unrecht hatte, als er sagte, dass ich etwas nicht schaffen würde.“
Welchen Mythos über dein Fachgebiet möchtest du ausräumen?
„Das Gehirn wird oft so erklärt, dass eine bestimmte Region eine bestimmte Aufgabe hat oder Funktion erfüllt. Tatsächlich ist das Gehirn deutlich komplexer, und seine hohe Rechenkapazität und die Fähigkeit zum abstrakten, kreativen Denken entsteht vor allem durch die Vernetzung verschiedener Gehirnareale untereinander. Es ist also nicht nur interessant, wo wir Veränderungen im Gehirn in Zusammenhang mit bestimmten Einflüssen sehen, sondern auch, wie diese Regionen mit dem Rest des Gehirns kommunizieren. Nach einem Schlaganfall ist meist nicht nur die Funktion des betroffenen Areals eingeschränkt, sondern auch dessen Kommunikation mit anderen Bereichen – was eine Reorganisation des Gehirns erfordert.“
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Die Fellows des Zia-Programms 2024/25
Hat Dich eine Frau in Deiner bisherigen Vita besonders inspiriert und wenn ja, warum?
Frauen, wie Ashira Darwish, Journalistin und Filmproduzentin, die immer wieder aufstehen und das Positive in der Menschheit sehen, trotz allem Übel, was ihnen widerfahren ist.
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Was braucht es aus Deiner Sicht für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft?
Für eine stärkere Präsenz von Frauen in der Wissenschaft sind gezielte Netzwerk-Veranstaltungen für Frauen, speziell ausgerichtete Workshops und Seminare entscheidend. Besonders Soft Skills in den Bereichen Auftritt und Präsentation sollten gefördert werden. Es wäre zudem sinnvoll, Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichsten Bereichen deutschlandweit aktiv einzubinden – sei es Einladungen an Frauen, als Rednerinnen, in Magazinen, auf Webseiten oder in Podcasts, um ihre Arbeit und Perspektiven einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
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Hat Dich eine Frau in Deiner bisherigen Vita besonders inspiriert und wenn ja, warum?
Die ersten Frauen in der Wissenschaft, von denen ich hörte, waren oft Senior-Professorinnen. Ihr gemeinsamer Tenor: „Frauen müssen sich wie Männer verhalten, um erfolgreich zu sein“. Eine schockierende und traurige Aussage. Dann lernte ich Dr. Sofia Forslund kennen. Sie zeigte mir, dass man sich selbst treu bleiben und trotzdem erfolgreich sein kann. Dass es nicht nötig ist, vermeintlich "männliche" Eigenschaften anzunehmen, um beruflich erfolgreich zu sein, sondern dass traditionell als "weiblich" geltende Fähigkeiten wie Empathie, Zugänglichkeit und Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg sind. Ihr Lebenslauf und ihr Umgang mit diesen Themen gaben mir Mut, dass wissenschaftliche Entfaltung und Authentizität Hand in Hand gehen können, ohne sich traditionellen patriarchalischen Normen anzupassen. – Ich sehe einen Wandel!
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Was braucht es aus Deiner Sicht für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft?
Es braucht in vielen Bereichen erst einmal mehr Frauen die wir sehen können. Und zwar nicht nur Frauen die erfolgreich studieren und promovieren, sondern solche die Forschung in führenden Positionen mitgestalten können. Dafür reicht es nicht mehr Frauen an die Forschung heranzuführen (obwohl auch das nötig ist), sondern Hindernisse für langfristigen Erfolg in der Wissenschaft abbauen. Dazu gehört die Vereinbarkeit von Familie mit dem wissenschaftlichen Arbeitsalltag und den Kennzahlen in denen wir noch zu oft wissenschaftlichen Erfolg messen.
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Wie sieht für Dich die Welt für Frauen in der Wissenschaft in 10 Jahren aus?
In 10 Jahren sind wird hoffentlich schon einen großen Schritt weiter dahin, dass Frauen in der Wissenschaft genau so selbstverständlich sind wie Männer, sodass das Geschlecht keinen Unterschied mehr macht. Dafür braucht es heute Rollenvorbilder, die sichtbar sind, um gesellschaftliche Vorurteile zu reduzieren und junge Frauen für die Wissenschaft zu begeistern, aber auch flexiblere und offenere Strukturen, die z.B. bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bessere Unterstützung bieten.
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Hat Dich eine Frau in Deiner bisherigen Vita besonders inspiriert und wenn ja, warum?
Eine meiner persönlichen Heldinnen ist Xiao Xiao, die als Wissenschaftlerin und Multimedia-Künstlerin am Institute for Future Technologies forscht. Sie inspiriert mich, weil sie sich mit Mut, fachlicher Exzellenz und unbändiger Entdeckungsfreude einer der faszinierendsten Fragen widmet: wie wir lernen.
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Was bedeutet Erfolg in der Wissenschaft für Dich persönlich?
Erfolg bedeutet, Ideen und Menschen zusammenzubringen, um Neues zu schaffen. Die größten Erfolge sind, wenn diese dann in die Praxis umgesetzt werden und die Welt ein bisschen besser machen!
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Wie sieht für Dich die Welt für Frauen in der Wissenschaft in 10 Jahren aus?
In 10 Jahren erhoffe ich mir eine Welt, in der Frauen mit weiten Armen in der Wissenschaft aufgenommen worden sind. Forschungseinrichtungen werden zu Orten, an denen Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern als Kraft für neue Ideen und Innovation geschätzt wird. Frauen und Männer führen gemeinsam, Mentoring-Programme und Netzwerke sind stark etabliert, und Frauen haben die Freiheit und nötige Unterstützung, sowohl berufliche als auch familiäre Träume ohne Einschränkungen zu verfolgen. Ich erhoffe mir eine Welt, in der Diversität verbindet, und die Beigeisterung, die Grenzen unseres Wissens zu verschieben, nicht durch Geschlecht, Alter, oder Herkunft eingeschränkt wird.
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Was braucht es aus Deiner Sicht für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft?
Die kontinuierliche Unterstützung und Sensibilität aller Geschlechter ist wichtig, wie z.B. männliche Wissenschaftler, die sich beschweren, wenn nur Männer zu Paneldiskussionen eingeladen werden. Dazu gehören auch Berichte und Publikationen, die Wissenschaftlerinnen hervorheben.
Frauenspezifische Netzwerke fördern den Austausch, unterstützen und führen zu mehr Sichtbarkeit innerhalb der Fachbereiche und der breiten Öffentlichkeit. Um Frauen in der Wissenschaft sichtbarer zu machen, braucht es auch Offenheit und Interdisziplinarität, d.h. sich von Grundideen lösen und über den Tellerrand schauen, um neues Wissen zu generieren.
Wichtig ist auch die Offenheit für andere Kulturen und Denkweisen. Eine offene Gesellschaft muss Stereotype überwinden, um Fortschritte in der Wissenschaft zu ermöglichen, denn diese wird von vielfältigen Forscherinnen geprägt. Eine Veränderung des gesellschaftlichen Bildes von Forscherinnen hin zu mehr Inklusivität und Intersektionalität ist dafür erforderlich.
Spezielle Frauenförderprogramme (Stipendien, Preise, Mentoring-Netzwerke) und institutionelle Maßnahmen (Quoten, familienfreundliche Arbeitsbedingungen) tragen zur Sichtbarkeit und Stärkung von Frauen in der Wissenschaft bei.
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Was braucht es aus Deiner Sicht für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft?
Einladungen zu Panels, Podcasts und Expert(inn!)enrunden und den Mut der Frauen diese Einladungen auch anzunehmen.
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Hat Dich eine Frau in Deiner bisherigen Vita besonders inspiriert und wenn ja, warum?
Ja, auf jeden Fall meine Großmutter! Ich habe viele starke und inspirierende Frauen in meiner Familie, meinem Freundes- und Bekanntenkreis und unter den tierärztlichen Kolleginnen. Aber am meisten und frühesten hat mich meine Großmutter inspiriert. Sie hat sich in den 50er Jahren bis zur Oberärztin der Chirurgie durchgekämpft, in einer Zeit, in der das eine absolute Männerdomäne war. Später hat sie trotzdem den Beruf hintenangestellt und sich um die Familie gekümmert. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sah damals noch ganz anders aus als heute.
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Hat Dich eine Frau in Deiner bisherigen Vita besonders inspiriert und wenn ja, warum?
Die Illustratorin Margaret Mee, die nach dem zweiten Weltkrieg, erst in der Mitte ihres Lebens, begann, im Amazonasgebiet die Schönheit und Vielfalt der Flora in dort in unglaublich detailreichen Aquarellen zu dokumentieren. Sie erfasste unzählige noch unbeschriebene Arten und wurde zu einer mahnenden Stimme gegen die Zerstörung des Waldes.
Social Media:
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Was braucht es aus Deiner Sicht für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft?
Als Lösung zu diesem Mangel an Sichtbarkeit wird oft empfohlen, dass Frauen sich selbst Mut geben, ihr Selbstbewusstsein stärken und ihren eigenen Wert als Wissenschaftlerinnen schätzen sollen. Das trifft nur teilweise zu, weil das systemische Problem von “boys clubs” an den höchsten Stellen von Forschungsinstituten in Deutschland immer noch dazu führt, dass Frauen an großen Entscheidungen, die unter anderem auch die Sichtbarkeit von Frauen an sich mit einbehalten, nicht teilnehmen. Diese systeminterne Ungleichheit sollte bekämpft werden, indem mehr Frauen in Führungspositionen tätig werden und damit an Entscheidungsprozessen für die Zukunft der Wissenschaft teilnehmen.
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Was braucht es aus Deiner Sicht für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft?
Als ersten Schritt auf jeden Fall eine Bewusstseinsbildung für das Thema. Dabei sollte es eine Sensibilisierung für Geschlechterungleichheiten und einer Förderung von inklusiveren Kulturen in wissenschaftlichen Institutionen geben. Auf die dann auch eine gezielte Unterstützung und Förderung folgen muss.
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Hat Dich eine Frau in Deiner bisherigen Vita besonders inspiriert und wenn ja, warum?
Mich faszinieren Frauen, bei denen ich ihre Begeisterung für ihre Arbeit spüre. Die sich eingestehen können, dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf anstrengend sein kann. Oder die es schaffen, andere Frauen durch ihr Sein und ihre Art zu unterstützen, zu motivieren und zu inspirieren.
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Blog
Welche Rolle spielt Netzwerken für dich, um dich als Wissenschaftlerin weiterzuentwickeln?
Die Wissenschaft lebt vom Austausch. Netzwerken unterstützt dies und ermöglicht es mir meine Gedanken und Ideen zu teilen und zu diskutieren. Ich erhalte neue Inspirationen und neue Impulse und kann diese hoffentlich auch anderen geben.
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Was braucht es aus Deiner Sicht für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft?
Die erste Frage ist: Warum sind Frauen in der Wissenschaft nicht sichtbar? Strukturelle Benachteiligungen, Vorurteile und veraltete Rollenmodelle sind leider immer noch ein Problem – sowohl in der Wissenschaft als auch gesamtgesellschaftlich. Um das zu ändern, brauchen wir starke Netzwerke, Mentoring-Programme sowie einen besseren Zugang zu Ressourcen und Förderungen. Gremien, Komitees und Auswahlkommissionen sollten mehr mit Frauen besetzt sein, um andere Frauen zu fördern und sichtbar zu machen. Denn sichtbare Frauen in der Wissenschaft inspirieren, ermutigen und zeigen bereits Kindern, dass Wissenschaft vielfältig und für alle zugänglich sein kann. Genau dazu trägt das ZIA-Programm bei und ich freue mich, daran mitzuarbeiten, um Barrieren abzubauen und die Wissenschaft zu einem offeneren Ort zu machen.
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Wie sieht für Dich die Welt für Frauen in der Wissenschaft in 10 Jahren aus?
In 10 Jahren sehe ich die Wissenschaft als einen familienfreundlichen Ort, in dem es keine Hindernisse gibt für Frauen, die beides wollen: Familie und eine wissenschaftliche Karriere. In dieser Welt wird Flexibilität gelebt, damit Frauen ihren Beitrag zur Forschung leisten können. So wird die Wissenschaft nicht nur vielfältiger, sondern auch innovativer und stärker, da sie unterschiedliche Lebenswege und Perspektiven integriert.
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Was braucht es aus Deiner Sicht für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft?
Die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft kann erhöht werden, wenn mehr Frauen forschen. Dafür müssen stereotype Vorstellungen abgebaut und die ungleiche Verteilung von Verantwortlichkeiten innerhalb der Geschlechterrollen überwunden werden. Nur so können Frauen gleichberechtigt an der Forschung teilnehmen und Beiträge leisten, die zu mehr Sichtbarkeit führen.
Social Media:
Wie können Frauen in der Wissenschaft den wissenschaftlichen Diskurs aktiv mitgestalten?
Lauter sprechen; sich gegenseitig zitieren, weiterempfehlen und bestärken; machtvolle Ämter übernehmen; Bündnisse schmieden und Hierarchien hinterfragen; aussprechen, wenn der Kaiser nackt ist; mutig mitmischen; weniger Perfektionismus!
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Hat Dich eine Frau in Deiner bisherigen Vita besonders inspiriert und wenn ja, warum?
„Die Betreuerin meiner Doktorarbeit, Prof. Frances Brazier von der TU Delft, hatte eine zentrale Rolle darin, dass Westeuropa 1989 ans Internet angeschlossen wurde. Sie ist damit eine Pionierin der Informatik – damals eine absolute Männerdomäne – und wurde die “Mutter zwischen den Patriarchen des Internets” genannt. Trotzdem vertritt sie einen Gedanken, der auch meine Forschung prägt: Innovationen stammen selten aus der Feder einzelner Genies, sie sind meist das Ergebnis von Teamarbeit. Als Informatikerin mit Hintergrund in Mensch-ComputerInteraktion leitete Frances bis zu ihrer Emeritierung eine eigene Forschungsgruppe und betonte immer die Wichtigkeit von interdisziplinärer Zusammenarbeit in der Technologieforschung – ein Thema das auch meine Forschung und Arbeit prägt.“
Social Media:
Wie sieht für Dich die Welt für Frauen in der Wissenschaft in 10 Jahren aus?
In meiner Fachrichtung, der Physik genauer gesagt der Optik und Photonik, erhoffe ich mir mehr Repräsentation von Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen, sodass gerade Nachwuchswissenschaftlerinnen mehr Vorbilder haben, mit denen sie sich identifizieren.
Social Media:
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Wie können Frauen in der Wissenschaft den wissenschaftlichen Diskurs aktiv mitgestalten?
Frauen sollten ihre Expertise selbstbewusst einbringen und sich nicht scheuen, an Diskussionen und Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Sie sollten sich auch trauen, andere Frauen in gute Position zu bringen und wenn sie Macht haben, für Parität zu sorgen. So wird es von den männlichen Kollegen seit jeher gepflegt. Wir Frauen können Perspektiven und Themen einbringen bzw. darauf aufmerksam machen, die oft übersehen werden, wie zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Gender-spezifische Gesundheitsaspekte.
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Was bedeutet Erfolg in der Wissenschaft für Dich persönlich?
Für mich bedeutet Erfolg in der Wissenschaft, sowohl auf persönlicher als auch auf kollektiver Ebene etwas Bedeutungsvolles beizutragen. Es geht nicht nur um die Anzahl der Publikationen oder den akademischen Titel, sondern um den echten Fortschritt im Verständnis eines Forschungsfeldes und die Fähigkeit, dieses Wissen mit der Gemeinschaft zu teilen.Für mich bedeutet Erfolg in der Wissenschaft, sowohl auf persönlicher als auch auf kollektiver Ebene etwas Bedeutungsvolles beizutragen. Es geht nicht nur um die Anzahl der Publikationen oder den akademischen Titel, sondern um den echten Fortschritt im Verständnis eines Forschungsfeldes und die Fähigkeit, dieses Wissen mit der Gemeinschaft zu teilen.
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Was braucht es aus Deiner Sicht für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft?
Mehr Selbstbewusstsein in den Geisteswissenschaften! Es gibt so viele interessante und kluge Köpfe in den Geisteswissenschaften, von denen wir mehr lernen könnten, wenn wir den Geisteswissenschaften den gleichen Respekt zollen würden, wie wir den Naturwissenschaften entgegenbringen. Der Mensch will nicht nur Fakten und Erklärungen, der Mensch will verstehen – und dafür braucht es die Geisteswissenschaften.
Was bedeutet Erfolg in der Wissenschaft für Dich persönlich?
Für mich bedeutet Erfolg in der Wissenschaft, Türen für neue Ideen und kulturelle Impulse zu öffnen. Wissenschaft sollte nicht abseits der Gesellschaft stehen, sondern aktiv zur Lösung sozialer Fragen beitragen. Erfolg spüre ich, wenn meine Forschung dazu beiträgt, kulturelle Perspektiven zu erweitern und Menschen durch kreative Ansätze zu vernetzen. Es geht darum, Veränderungen anzustoßen, die die kulturelle Teilhabe stärken und langfristig spürbar sind.
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Die Fellows des Zia-Programms 2023/24
Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Eine Möglichkeit besteht darin, aktiv Netzwerke aufzubauen, sich in Fachgesellschaften zu engagieren und Forschungsergebnisse auf Konferenzen zu präsentieren. Eine gegenseitige Unterstützung und das Finden von Mentor*innen ist ebenso wichtig, um Erfahrungen und Ratschläge auszutauschen. Die Förderung von Frauen in der Wissenschaft sollte durch gezielte Programme und Chancengleichheit in Bezug auf Forschungsförderung und Karrieremöglichkeiten verstärkt werden. Eine Veränderung der Wissenschaftskultur ist ebenso entscheidend, um stereotype Vorstellungen über Geschlechterrollen zu überwinden und ein inklusives Umfeld zu schaffen, in dem alle ihre Fähigkeiten voll entfalten können.
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ResearchGate
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Welche Frau inspiriert dich und warum?
Angesichts der unzähligen Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart, die die Welt geprägt haben und aktuell prägen, möchte ich hier nicht nur eine Frau nennen. Ich bewundere jene Frauen, die sich mit Mut, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen für ihre Ziele eingesetzt haben und einsetzen. Besonders inspirierend sind für mich Frauen, die durch Innovationen und Pioniergeist gewirkt haben und von deren Errungenschaften wir noch heute profitieren. So zum Beispiel Hildegard von Bingen, die als bedeutende Natur- und Heilkundige ihrer Zeit als Universalgelehrte weit voraus war oder Anne d'Uzès, die als erste Frau einen Führerschein erwarb.
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Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2034?
Durch die ‚leaky pipeline‘ ist der Frauenanteil mit jeder Qualifizierungsebene tiefer und Fortschritt passiert gerade bei den Professuren nicht von heute auf morgen. Das heißt, Gleichheit und Inklusion sind ein Thema, das uns noch lange begleiten wird. Das betrifft natürlich nicht nur Frauen, sondern auch viele andere unterrepräsentierte Gruppen. Aber ich hoffe, dass wir 2034 schon ein ganzes Stück weiter sind und uns gemeinsam Gedanken machen können, wie die Wissenschaft der Zukunft aussehen soll.
Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Wir sollten uns zunächst fragen, warum Frauen in der Wissenschaft heute weniger sichtbar sind. Das liegt daran, dass sie strukturell benachteiligt werden. Das können wir nur als Gesellschaft ändern. Einen Anfang können die Menschen machen, die entscheiden, wer zu welchen Arbeitsbedingungen eingestellt, wessen Artikel publiziert und wer als Expert:in eingeladen wird. Sie können ihre eigenen Annahmen und Handlungen immer wieder reflektieren. Da Frauen oft schon in ihrer Kindheit lernen, sich klein zu machen, sind zudem Programme wie Zia so wichtig: Hier bekommen wir nicht nur mehr Aufmerksamkeit für unsere Forschung, sondern auch das Wissen darüber, wie wir uns selbst sichtbarer machen können.
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Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2034?
Gesehen zu werden, ohne sich selbst aktiv sichtbar machen zu müssen; für Ihre Ideen und Wissenschaft respektiert zu werden; gleichberechtigt behandelt, gesehen und finanziell gefördert zu werden; mehr Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere im Wissenschaftssystem zu erhalten; Arbeits- und Vertragsmodelle, die gerechtere Arbeitsstrukturen ermöglichen; mehr Professorinnen und Frauen in hohen Führungspositionen im Wissenschaftssystem und in der Wissenschaftspolitik, die strukturelle Veränderungen vorantreiben können; dass wir keine Frauenförderprogramme mehr brauchen.
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Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2034?
Im Jahr 2034 erscheint uns diese Frage absurd. Schon lange wird Vielfalt als Erfolgsfaktor für Exzellenz in der Forschung gefördert. Frauen sind nicht nur anerkannte Expertinnen in ihren Fachgebieten, sondern Architektinnen des Wandels. Ihre herausragenden Leistungen und individuellen Wege inspirieren kommende Generationen und transformieren die Forschungslandschaft nachhaltig. Auf Spitzenpositionen und Professuren sind Forscherinnen unverzichtbar und zahlreich vertreten. Professorin werden, ohne dabei zahlreiche Opfer erbringen zu müssen, ist keine Seltenheit mehr. Klingt das utopisch für Sie? Nur aus klaren Visionen können neue Zukünfte entstehen. In welcher Zukunft wollen Sie leben?
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Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Viel netzwerken! Auf Konferenzen die eigene Forschung präsentieren und mit anderen Wissenschaftlern ins Gespräch kommen. Mentorinnen und Mentoren waren mir dabei sehr hilfreich. Mit meinem Doktorvater Rainer Helmig habe ich das Glück mit einem weltweit gut vernetzten Forscher zusammen zu arbeiten. Dadurch konnte ich selbst viele neue Kontakte zu anderen WissenschaftlerInnen knüpfen.
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Welche Frau inspiriert dich und warum?
Mich inspirieren viele Frauen aber in den letzten Jahren war ich besonders beeindruckt von Donna Strickland (Nobelpreisträgerin der Physik im Jahre 2018). Ich hatte das Glück einige ihrer Vorträge zu hören und wie sie ihre Forschung auch für ein breites, allgemeines Publikum hält, über die Liebe zur Wissenschaft oder die Vereinbarung von Familie und Forschung redet, ist einfach super spannend für mich.
Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Zitiert euch! Als ich das erste Paper meiner Dissertation einreichte, viel mir auf, dass fast alle Erstautoren der zitierten Paper Männer waren. Seitdem suche ich aktiv nach relevanten Papern anderer Wissenschaftlerinnen, um sich gegenseitig nach vorne zu bringen.
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Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2034?
Meine Vision für 2034 ist eine Wissenschaftswelt, in der Vielfalt selbstverständlich ist. Das betrifft das Geschlecht, die geschlechtliche Identität, aber auch Diversitätsmerkmale wie soziale Herkunft, ethnische Herkunft, Nationalität und Alter. Das Wissenschaftssystem braucht offenere, flexiblere und familienfreundlichere Strukturen. In zehn Jahren (besser schon früher!) sollten Frauen Hochschulen und Forschungseinrichtungen paritätisch leiten und gleichberechtigt wertgeschätzt und anerkannt werden.
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Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Frauen sichtbarer machen: Das erreichen wir durch Vernetzung, Mentoring und Wissenschaftskommunikation. Programme wie Zia, in denen Wissenschaftlerinnen ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben, tragen dazu bei, Barrieren für Forscherinnen abzubauen und sie dabei zu unterstützen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Auf diese Weise werden Frauen ermutigt, ihre Leistungen selbstbewusst zu präsentieren und ihre wertvollen Ideen und Perspektiven in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen. Dabei geht es nicht nur um das wissenschaftliche Publizieren, sondern auch darum, Forschung einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, sei es in Form von Blogs, Podcasts oder öffentlichen Vorträgen.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Amelia Earhart - wir teilen die Leidenschaft für's Fliegen und die Neugier, Sachen einfach mal auszuprobieren und zu sehen, wo sie uns hinführen.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Als ich Lorraine Daston 2018 in dem Seminar Wissens- und Wissenschaftsgeschichte kennenlernte, war ich beeindruckt. Sie stand damals ein Jahr vor ihrer Emeritierung und konnte auf eine bemerkenswerte Karriere zurückblicken: Sie hatte 1979 in Harvard promoviert, an diversen Universitäten gelehrt und war seit 1995 Direktorin des Max-Plank-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Zudem hatte sie mit dem Buch Objectivity, das sie 2007 gemeinsam mit Peter Galison verfasste, einen Klassiker der Wissenschaftsgeschichte vorgelegt. Mich faszinierte ihre Begeisterung für die eigene Arbeit, ihre präzise Ausdrucks- und Denkweise sowie ihr ernsthaftes Interesse an den Studierenden und ihr wohlwollender Umgang mit ihnen.
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HU Berlin
Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Damit sollte man schon in der Schulzeit beginnen – es gab in den vergangenen Jahrhunderten so viele Wissenschaftlerinnen, die sich erkämpft haben, aus starren Rollenverhältnissen auszubrechen, selbst im Labor zu stehen oder auf Forschungsreisen zu gehen. Oft haben sie damit andere Frauen inspiriert, mutig zu denken. Diese Geschichten werden selten erzählt, dabei würden sie auch heute noch eine Quelle der Inspiration für junge Mädchen darstellen.
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Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2034?
Junge Mädchen werden von einer Vielzahl weiblicher Vorbilder in der Wissenschaft inspiriert, die zeigen, dass es keine Grenzen für ihre Träume und Ambitionen gibt. Wissenschaftliche Teams sind vielfältig, integrativ und divers, und die Beiträge von Frauen in Führungspositionen und Gremien werden als wesentlicher Bestandteil des wissenschaftlichen Fortschritts anerkannt. Und das mit einer ganz natürlichen Selbstverständlichkeit, als ob es nie anders gewesen wäre.
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Welche Frau inspiriert dich und warum?
Frauen, die mit vollem Einsatz und Leidenschaft ihren beruflichen und privaten Weg verfolgen, haben mich während meiner Promotion maßgeblich inspiriert. Später wurde mir bewusst, dass der hohe Frauenanteil und die Vereinbarkeit mit Familie in unserem Institut eher die Ausnahme waren. Zuletzt inspiriert hat mich die Soziologin Jutta Allmendinger beim Zia-Auftaktevent. Sie machte klar, dass ein tiefgreifender Wandel notwendig ist, um mehr Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen zu etablieren und betonte, dass angesichts der steigenden Bedeutung von Wissenschaftskommunikation weiterhin die Veröffentlichung von Journal-Artikeln höchste Relevanz in der Qualifikationsphase haben muss.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Ada Lovelace, die erste Programmiererin, ist für mich ein Vorbild. Ihre Arbeit an der Analytical Engine im 19. Jahrhundert ebnete den Weg für die moderne Informatik. Sie erkannte, dass Computer mehr als nur Zahlen berechnen können, und schrieb den ersten Algorithmus. Ihre Vision von Computern, die abstrakte Aufgaben lösen, war revolutionär. Ada Lovelace symbolisiert den Mut, in der Wissenschaft, wo Frauen unterrepräsentiert waren, Neuland zu betreten. Ihre Verbindung von Theorie und Praxis inspiriert nicht nur Wissenschaftlerinnen, sondern alle in kreativen und technischen Berufen.
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Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2034?
Seit gut 100 Jahren dürfen Frauen überall in Deutschland studieren, seit 65 Jahren entscheiden auch verheiratete Frauen in der Bundesrepublik allein über ihr Bankkonto und eine Berufstätigkeit. Bis vor 30 Jahren durften Frauen nicht im Bauhauptgewerbe arbeiten, bis vor gut 20 Jahren nicht Soldatin werden, und in der Müllentsorgung herrschte mancherorts noch vor wenigen Jahren ein faktisches Berufsverbot für sie. Trotz dieser unfassbaren Hindernisse ergreifen mehr und mehr Frauen denjenigen Beruf, der für sie mit Spaß, Erfolg und Anerkennung verbunden ist – unabhängig von Rollenstereotypen. Das gilt auch für die Wissenschaft. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, auch über 2034 hinaus.
Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Öffentliche Sichtbarkeit geht für mich einher mit dem Wunsch, durch meine Forschung etwas zu verändern. Ein wichtiger Teil meiner Motivation für die Wissenschaft ist der Gedanke, dass andere Menschen davon erfahren und durch die Ergebnisse neue Perspektiven gewinnen. Deshalb bin ich in der Wissenschaftskommunikation aktiv und versuche, mit vielen verschiedenen Gruppen über den Klimawandel ins Gespräch zu kommen: Schüler*innen, Wissenschaftler*innen, Politiker*innen, Unternehmer*innen. Anfangs musste ich oft über meinen Schatten springen, aber ich habe gelernt, dass ich aus diesem Austausch auch immer wieder neue Inspirationen mitnehme.
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Welche Frau inspiriert dich und warum?
Mich inspirieren vor allem Frauen, denen ich in meinem Alltag begegne. Eine Freundin, die nach vielen Jahren in einem Unternehmen ihren gut bezahlten Job hinwirft, um sich mit ihrer Idee selbstständig zu machen. Oder die alleinerziehende Ärztin, die Kinder und Job jongliert und ihren Beruf trotzdem engagiert ausübt. Alle Kolleginnen und Studentinnen, die neugierig sind und etwas erforschen wollen. Und allgemein alle Frauen, die ein Ziel und eine Vision vor Augen haben und sich davon nicht abbringen lassen, egal wie schwierig die Voraussetzungen sind. Solche Frauen inspirieren mich noch viel mehr als die großartigsten Wissenschaftlerinnen und Nobelpreisträgerinnen der Vergangenheit und Gegenwart.
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Die Fellows des Zia-Programms 2022/23
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Seit jeher faszinieren mich Unternehmer*innen und die Frage, welchen Einfluss gezielte Kommunikation auf den unternehmerischen Erfolg hat. Durch meine Forschung habe ich die Möglichkeit, mit großartigen Gründerinnen, Managerinnen, Investorinnen und Forscherinnen in Kontakt zu treten. Es ist unheimlich inspirierend, die Wege verschiedenster Frauen begleiten, erforschen und miterleben zu dürfen.
Hören Sie hier Nadine Albrecht im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Unzählige Frauen inspirieren mich, egal ob Typ Pippi oder Typ Annika. Zuletzt haben mich diese zwei Frauen beeindruckt: Ragnhild Struss (Gründerin einer Karriereberatungsagentur) und Prof. Dr. Judith Ackermann (FH Potsdam). Ragnhild Struss ist eine der eloquentesten Frauen, die ich kenne. Judith Ackermann zeigt, dass Lebensläufe von erfolgreichen Wissenschaftlerinnen nicht geradlinig sein müssen.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Katherine Johnson, Naturwissenschaftlerin und Pionierin der Raumfahrt. Sie trug maßgeblich dazu bei, die erste bemannte Erdumrundung erfolgreich durchzuführen. Sie setzte sich trotz aller Widerstände ihrer Person gegenüber mit ihrem fachlichen Können durch und ist für mich daher ein großes Vorbild. Sie beweist, wie wichtig es ist, seine Ziele niemals aus den Augen zu verlieren.
Hören Sie hier Constance Sophia Badalí im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2033?
In 10 Jahren werden 70% der Professuren von Frauen bekleidet, 30% von Männern. Dann hätten wir eine Umkehrung der jetzigen Verhältnisse. Fühlt sich irgendwie seltsam an, oder? Und genau das sollte es nicht! Veränderung beginnt auch im Kopf.
Hören Sie hier Dr. Anna Magdalena Biller im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2033?
Ich bin zuversichtlich, dass wir in 10 Jahren viele Frauen in Top-Positionen in der Wissenschaft sehen und sich Strukturen verändert haben, vor allem, was die Vereinbarung von Familie und einer wissenschaftlichen Karriere angeht. Dafür wünsche ich mir, dass speziell Wissenschaftsorganisationen mehr ausprobieren, neue Lösungen suchen und innovative Ideen für fairere Arbeitsstrukturen vorantreiben.
Hören Sie hier Hannah Bleher im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Im Grunde potenziell jede Frau, die eigenwillig ist und nicht davor zurückschreckt, mit Rollenerwartungen zu brechen – ob nun im Lauten oder im Leisen. Im größeren Stil zuletzt wohl Vivienne Westwood.
Hören Sie hier Nursan Celik im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Mich inspirieren Frauen*, die sich in klassischen Männerdomänen durchgesetzt haben, ohne sich die dort übliche Schnauzbartmentalität zu eigen zu machen, wie z.B. Prof.in Doris Aschenbrenner. Inspirierend finde ich außerdem Wissenschaftlerinnen, die auch außerhalb der Wissenschaft durch ihr politisches und künstlerisches Engagement sichtbar sind, wie z.B. Dr.in Reyhan Şahin oder Dr.in Berit Glanz.
Hören Sie hier Dr. Cecilia Colloseus im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Frauen* müssen sich bewusst machen, dass sie mutiger werden dürfen. Es ist nicht arrogant oder eingebildet von sich und der eigenen Forschung zu berichten – im echten Leben oder auf Social Media. Wir müssen uns bewusstwerden, dass wir Vorbilder sind. Unsere Sichtbarkeit steht für ein großes Ganzes. Frauen können demnach sichtbarer werden, indem sie selbstbewusst für sich und ihre Sache einstehen. Keine Hemmungen.
Hören Sie hier Stella Dörenbach im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Ich bin inspiriert von Katherine Johnson. Sie war Mathematikerin bei der NASA und hat die Raumfahrt in einer Zeit wesentlich vorangetrieben, in der sie nicht nur gegen Rassentrennung zu kämpfen hatte, sondern auch gegen Vorteile gegenüber Frauen in diesem Beruf. Katherine hat mit Leistung und Beharrlichkeit überzeugt. Trotz großer Begabung hat ihr Lebenslauf viele Ecken und Kanten bis sie in Langley gelandet ist und durch ihre hochkomplexen Berechnungen u.a. den ersten Flug zum Mond ermöglicht hat. Ein Blick in der Vergangenheit stellt oft die eigenen Herausforderungen in einen anderen Kontext und relativiert viele Dinge.
Hören Sie hier Dorotheé Döpfer im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2033?
Es fällt mir schwer optimistische Visionen zu formulieren, wenn ich mir die aktuellen Zahlen von Professorinnen und die langfristigen Beschäftigungsperspektiven (#ichbinhanna) in der Wissenschaft anschaue. Damit der Wissenschaftsstandort Deutschland für Frauen attraktiv wird, braucht es: Promotionen ohne prekäre Teilzeitverträge, eine konsequente Verfolgung von Sexismusvorwürfen, mehr Väter in Elternzeit, geteilte Professuren, eine Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes etc.
Hören Sie hier Jana Dreston im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Ich bin von Prof. Sarah Gilbert, Virologin an der Uni Oxford zutiefst beeindruckt. Mit der Entwicklung des Impfstoffs gegen Covid-19 hat sie dank Ihrer Forschung nicht nur auf eine globale Krise rasch reagiert, sondern auch zahlreiche Menschenleben gerettet und Geschichte geschrieben. Trotz Ihrer Bekanntheit ist sie bodenständig geblieben und fährt weiterhin jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit.
Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2033?
Vor unserem Grundgesetz sind Männer und Frauen gleich. Daraus wird häufig abgeleitet, dass Ungleichheiten überwunden sind. Wir haben ein System, das vordergründig gleiche Chancen bietet. Wir übersehen, dass Gesetze wie Ehegattensplitting trotz theoretisch gleicher Möglichkeiten ungleiche Bedingungen schaffen. Für 2033 hoffe ich, dass die uns garantierte Gleichheit gelebt wird.
Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2033?
Im Jahr 2033 werden Frauen als ebenso kompetent wahrgenommen wie Männer – unabhängig von Geschlecht, Alter oder anderen Zuschreibungen. Wissenschaftlerinnen werden außerdem nicht mehr als exotisch in ihrem Fachgebiet dargestellt. Es ist selbstverständlich, dass Frauen alle Arbeitsbereiche besetzen können - der Fokus liegt auf ihrem Wissen und nicht mehr auf der Besonderheit der Person in dieser Position.
Hören Sie hier Dr. Stefanie Haase im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Mich inspiriert jede Frau, die für ihre Rechte einsteht und Freiheiten für andere erkämpft. Die ihre Stimme den Schwachen leiht und sich für die Sache anderer einsetzt. Ganz aktuell inspirieren mich die iranischen Frauen mit ihrem unbeschreiblichen Mut und ihrer Stärke.
Hören Sie hier Dr. Jana Isanta-Navarro im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Eine sehr inspirierende Frau für mich ist die Psychologin Emma Seppälä an der Yale School of Management in den USA. Sie überzeugt mich mit Ihrem wissenschaftlich inspirierten Vorhaben, mehr Erkenntnisse zu emotionaler und sozialer Intelligenz in die wissenschaftliche Praxis fließen zu lassen: Warum sind Teams produktiver, wenn sie im empathischen und nicht kompetitiven Austausch miteinander stehen? Wie so ist das wichtig für das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz?
Hören Sie hier Dr. Laura Kaltwasser im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Welche Frau inspiriert dich und warum? Ich hatte das große Glück, in meiner wissenschaftlichen Laufbahn vielen bemerkenswerten Frauen zu begegnen. Zwei Forscherinnen, die mich besonders inspiriert haben, sind Carleen Kluger und Diana Pippig. Sie haben mir gezeigt, wie man verantwortungsvoll forscht, wie man Familie und Privatleben mit dem Forschungsalltag in Einklang bringen kann und wie Frauen sich gegenseitig persönlich, akademisch und Karriere-technisch unterstützen können.
Hören Sie hier Pauline Kolbeck im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Durch eine Vielzahl von Veränderungen auf unterschiedlichen Ebenen, bspw. spezifische Förderprogramme, Vorbilder und Expertinnen im öffentlichen Diskurs, aber auch Gleichberechtigung (privat und beruflich), ein Ende prekärer, unplanbarer akademischer Karrieren, ein Überdenken und Umstrukturieren auch männlicher Berufs- und Wissenschaftskarrieren sowie entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Meine Großmutter hat mal zu mir gesagt: „Sei froh, dass du überhaupt studieren darfst!“. Dieser Satz und dass auch 2022 (m)eine Promotion immer noch ein Privileg ist, kommt mir immer mal wieder in den Sinn. Mit meiner Betreuerin, meinen Kolleginnen und Freudinnen in der Wissenschaft zusammenzuarbeiten inspiriert mich dann, weibliche Wissenschaft ein Stückchen selbstverständlicher zu machen.
Hören Sie hier Franziska Viktoria Kraus im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2033?
Meine Vision für 2033 sind offene Strukturen: Frauen müssen sich nicht mehr beweisen, Männer sind auch monatelang in Elternzeit -ohne Wow-Effekt -, stabile Kinderbetreuung durch mehr Erzieher:innen. Geschäfte werden nicht nur auf dem Golf-, sondern auch auf dem Spielplatz geschlossen. 2033 leben wir in einer Gesellschaft, die sich offen austauscht und einen starken Zusammenhalt bietet.
Hören Sie hier Dr. Kristina Lampe | Zia im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Wie können Frauen in der Wissenschaft sichtbarer werden?
Das ist eine interessante Frage für mich, als Elektroingenieurin im Forschungsbereich der elektrischen Antriebstechnik bekomme ich die Sichtbarkeit ein Stück weit in die Wiege gelegt. Sobald ich auf einer Konferenz vortrage, bin ich als eine der wenigen anwesenden Frauen sofort sichtbar ohne etwas dafür tun zu müssen. Diese Tatsache, kombiniert mit meiner Forschungsexpertise hat mich zu einem großen Netzwerk kommen lassen, aus welchem immer wieder neue Forschungsideen entstehen. Also MINT-Fach studieren und Forschungsexpertise aufbauen!
Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2033?
Auf Professorinnen heutzutage lastet ein extremer Druck. Dies wirkt auf mich als Nachwuchswissenschaftlerin eher abschreckend. Für 2033 wünsche ich mir, dass Frauen Professorinnen werden können, ohne zahlreiche private Opfer bringen zu müssen.
Hören Sie hier Miriam Mona Mukalazi im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Welche Frau inspiriert dich und warum?
Meine Töchter: Kinder sind unsere Zukunft. Sie zeigen mir, dass man niemals alles wissen kann, es sich aber lohnt möglichst viel zu verstehen. Sie sind neugierig, und probieren aus. Sie haben einen unvoreingenommenen Blick und leben im Hier und Jetzt.
Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2033?
Meine Vision für 2033 ist die Vereinbarkeit von Familie und Karriere in der Wissenschaft, nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer, damit häusliche und berufliche Aufgaben gerechter verteilt werden können. Ein höherer Frauenanteil an der Spitze in der Wissenschaft könnte zum einen Vorbilder für Nachwuchswissenschaftlerinnen und zum anderen gendergerechtere Forschung generieren.
Hören Sie hier Dr. Carina Vorisek im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.
Was ist deine Vision für Frauen in der Wissenschaft im Jahr 2033?
In meiner Vision 2033 trauen sich mehr Frauen, in den MINT-Fächern zu studieren, zu forschen, zu promovieren und zu habilitieren. Dabei können sie sich auf die Unterstützung der Politik und unserer Gesellschaft verlassen. Zudem ist die Anzahl der Professorinnen an deutschen Universitäten und Hochschulen, sowie der Frauen in den Gremien, die Entscheidungen über Forschungsfördermittel treffen, etwa paritätisch.
Hören Sie hier Dr. Marita Wendt im Podcast „Zia – Audible Women in Science“.