ZEIT für X
Interview bei ZEIT für Klima

Wasserstoff: Die Kultur­wirtschaft als Vorbild

23. November 2022

Bezogen auf das Jahr 1990 will die Bundes­regierung die Treib­haus­gas­emissionen bis 2030 um 65 Prozent senken. Um das zu schaffen, sind alle Branchen gefragt. Auch die der Kultur und Medien

von Anna-Lena Limpert, Studio ZX

„Können wir in Zukunft zum Beispiel ein Museum haben, das auf dem Dach eine Solar­anlage hat, im Keller eine Wasser­stoff­erzeugungs­anlage?“, fragt Jacob Sylvester Bilabel, Leiter des Aktions­netz­werk Nach­haltig­keit in Kultur und Medien, angesichts der zukünftigen Rolle der Branchen aus der „Kultur­wirtschaft“ beim Thema Wasser­stoff. Kulturelle Einrichtungen möchte er nicht nur als reine Konsument:innen sehen, sondern vielmehr als sogenannte Prosument:innen: Museen oder Theater konsumieren zwar, aber produzieren gleich­zeitig Wasserstoff und andere grüne Energieformen. Sie werden so aktiver Teil der Energie­versorgung.

Im Hydrogen Creative Lab erforschen Bilabel und seine Kolleg:innen, was in Sachen Wasserstoff möglich ist, was die Kulturbetriebe von der Wasser­stoff­branche brauchen und was sie ihr liefern können. Aber Bilabel ist sich auch sicher: „Wasser­stoff wird nichts richten, wenn wir nicht die Rahmen­bedingungen schaffen“.

Wie sehen diese Rahmenbedingungen aus? Wie kann die „Kultur“ in Zukunft mit möglichen Energie­spar­maßnahmen umgehen? Wie hängt Energie­unabhängig­keit mit Kunst­freiheit zusammen und warum passt gerade Wasserstoff so gut zur Kultur? Diese und weitere Fragen beantwortete Bilabel beim Zeit für Klima-Event am 02. November 2022. Der Mitschnitt zeigt das Panel mit dem Kultur­experten.

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