ZEIT für X
Nahaufnahme einer FPGA Beschleuniger Karte im Noctua Supercomputer an der Universität Paderborn. Ein Forschungsschwerpunkt am Paderborn Center for Parallel Computing ist energieeffizientes Hochleistungsrechnen mittels anwendungsspezifisch programmierbarer Hardware.

UA11+ Universitäten als Leuchttürme für Transfer & Innovation

10. Juni 2022
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Ein Beitrag der UA11+

Für die Universität der Zukunft wird neben ihren klassischen Aufgaben in den Bereichen Forschung, Studium und Lehre vor allem die Koordination der unterschiedlichen Schnitt­stellen – zwischen den Diszi­plinen, zwischen Forschung und Anwendung und nicht zuletzt zwischen den verschiedenen Innovations­ökosystemen – an Bedeutung gewinnen.

Ein Beitrag aus dem Themenschwerpunkt „Transfer und Innovation“.

Angesichts enormer gesellschaftlicher Herausforderungen wie dem Klima­wandel, einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt sowie sich rasant beschleunigenden Innova­tions­zyklen ergeben sich für die Universitäten folgende zentrale Zukunftsaufgaben:

  1. Eine starke Grundlagenforschung als Basis für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen,
  2. eine zunehmend engere Kooperation zwischen anwendungsorientierter Forschung und Wirtschaft sowie
  3. die Vernetzung von Studium, Lehre und Arbeitswelt.

Um diesen Aufgaben auf Dauer gerecht zu werden, muss universitäre Grund­lagen­forschung noch trans- und inter­diszi­plinärer werden und sich in entsprechenden Forschungs­settings entfalten können. Mit der Profil­bildung an Universitäten sind thematische Fokussierungen auf Forschungs­bereiche verbunden. Der Ausbau einer darauf bezogenen hochleistungs- fähigen Infrastruktur ist eine wesentliche Voraus­setzung, um exzellente Grundlagen­forschung zu wichtigen Zukunfts­themen entfalten und zur Wirkung bringen zu können. Deshalb haben gerade mittelgroße Profil­universitäten, wie sie in der UA11+ zusammengeschlossen sind, besondere Expertise zu wichtigen Zukunfts­themen aufgebaut und können entlang der Idee einer über die Wissenschafts­landschaft verteilten Exzellenz in diesen Schwer­punkten wesentliche Forschungs­beiträge leisten. Hochkarätige Grundlagen­forschung ist aber lediglich der erste Schritt auf dem Weg zur Bewältigung der anstehenden gesell­schaftlichen Zukunftsthemen. Für die Übersetzung in die Anwendung sind noch zahlreiche weitere Schritte zu gehen. So sind lange eingeübte, intensive und oft regional geprägte Koopera­tionen mit außer­universitären Forschungs­einrichtungen, mit Wirtschafts­partnern sowie forschungs­intensiven Bereichen an Hochschulen für Angewandte Wissen­schaften ein unverzichtbarer Baustein in diesem Szenario. Darüber hinaus bedarf es lange erprobter Transfer­kompetenzen. Unter dem Stichwort der „Third Mission“ haben die Universitäten in den vergangenen Jahren den Transfer als weitere Kernaufgabe angenommen. Dabei haben insbesondere die mittelgroßen Universi­täten mit ihrer starken regionalen Strahlkraft und Vernetzung tragfähige Kooperations­strukturen sowie erfolgreiche Strategien entwickelt und damit weitreichende Kompetenzen im Bereich von Innovation und Transfer im Wissen­schafts­system aufgebaut.

Die UA11+ Universitäten stehen für regionale Innovationssysteme, die überregional & international sichtbar sind

Die Mitgliedsuniversitäten der UA11+ verfügen in diesem Zusammen­hang über lange eingeübte und ausgeprägte Erfahrungen und etablierte Kooperations­netzwerke. Ihre im Rahmen der Profil­bildung erfolgte Orientierung an gesellschaftlich relevanten Forschungs­themen macht sie zu attraktiven Partnern für Forschungs­kooperationen mit Industrie und Wirtschaft, aber auch mit Akteuren aus anderen Bereichen der Gesellschaft. Die dynamische Innovations­kraft der UA11+ Mitglieds­universitäten in ihrem jeweiligen regionalen Umfeld belegen zahlreiche regionale Transfer-Allianzen, wie viele der BMBF-Spitzen­cluster unterstreichen. Zu nennen wäre etwa das ehemalige BMBF-Spitzen­cluster „it’s OWL“, an dem die Universitäten Bielefeld und Paderborn beteiligt sind und das nun mit Mitteln des Landes NRW fortgeführt wird. Etwa 200 Unternehmen, Forschungs­einrich­tungen und Organisationen haben sich in diesem Netzwerk zusammen­geschlossen, um gemeinsam Technologien und Lösungen für die digitale Transformation in mittelständischen Unternehmen zu entwickeln, in praxisnahen Angeboten umzusetzen und verfügbar zu machen. Eine weitere wichtige Stellschraube im Transferbereich betrifft die Gründungs­aktivitäten von Studierenden sowie Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaftlern. Auch in diesem Bereich kommt den Universitäten eine wachsende Bedeutung zu, mit dem Ziel innovative Ideen schneller in die Anwendung zu bringen und Innovationen in der Gesellschaft zu verankern. Gleichzeitig verbindet sich damit eine stärkere Vernetzung von Studium und Arbeitswelt. Die wachsende Zahl der Ausgründungen und Start-ups gerade an den mittelgroßen Universitäten zeigt die herausragenden Potenziale in diesem Bereich. Im aktuellen Gründungsradar 2020 des Stifter­verbandes sind allein vier Mitglieds­univer­sitäten der UA11+ (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universität Potsdam, Universität des Saarlandes, Universität Ulm) in der Spitzengruppe verortet.

An den Mitglieds­universitäten der UA11+ wird sehr erfolgreich zu zentralen Zukunftsthemen geforscht. Aufgrund ihrer profilierten Forschungs­expertise und ihrer einschlägigen Kompetenzen im Bereich des Wissens- und Technologie­transfers können sie sowohl die besonderen Anforderungen des wissen­schaftlichen Erkenntnis­prozesses als auch die Bedürfnisse der außerwissen­schaftlichen Praxis optimal unterstützen und verfügen über gut funktionierende, national wie international sichtbare Netzwerke und Kooperationen. Dies zeigt sich auch daran, dass zwei der sechs deutschen Universitäten, die als koordinierende Sprecher­universitäten der „European University Alliances“ fungieren, Mitgliedsuniversitäten der UA11+ sind (Universität Potsdam und Universität des Saarlandes). Diese Vernetzung ist zugleich eine wesentliche Basis für die notwendige stärkere Verbindung von Studium und Arbeitswelt. Als Innovations­zentren in ihrem jeweiligen regionalen Umfeld und als Impulsgeber darüber hinaus haben sie sich als Leuchttürme für Wissens- und Technologie­transfer und als ebenso dynamische wie leistungsfähige Innovations­treiber in Deutschland etabliert.

Informationen

Logo Universitätsallianz (UA) 11+ / German University Alliance 11+

Die Universitätsallianz (UA) 11+ / German University Alliance 11+ wurde Ende 2019 als Zusammenschluss von 11 mittelgroßen, forschungs- und transferstarken deutschen Universitäten gegründet. Mittlerweile gehören der Allianz 12 Mitglieder an.

Die in der UA11+ zusammengeschlossenen Universitäten verfügen über ausgewiesene Forschungsprofile und zeichnen sich durch national wie international sichtbare Forschungsleistungen sowie Kooperationen aus. Mit ihrer herausragenden Innovationskraft wirken sie in ihrem jeweiligen Umfeld impulsgebend und tragen nachhaltig zur Strukturbildung und Stärkung der Wirtschaftskraft, des Wissenstransfers und des Innovationspotentials in ihrer Region wie auch darüber hinaus bei.

Mitgliedsuniversitäten
Universität Bielefeld | Universität Greifswald | Technische Universität Kaiserslautern | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg | Universität Paderborn | Universität Passau | Universität Potsdam | Universität des Saarlandes | Universität Siegen | Universität Trier | Universität Ulm | Bergische Universität Wuppertal

Kontakt

Geschäftsstelle der UA11+
Dr. Antje Kohse

Rosenstr. 2
10178 Berlin

office@ua11plus.de
www.ua11plus.de
twitter.com/ua11plus