ZEIT für X
Laborproben

Heute Corona, morgen Krebs - was kann die mRNA-Technologie?

10. August 2022

Den Krebs besiegen, die Menschen womöglich sogar gegen die Krankheit immunisieren: Davon träumen Forscher:innen schon lange. Mit der in der Pandemie erfolgreich erprobten mRNA-Technologie könnte das nun Realität werden.

von Michelle Maier, Studio ZX

Vor der Pandemie war die mRNA-Technologie nur unter Expert:innen bekannt. Heute kennen sie fast alle oder haben die meisten von ihr gehört, weil sie die Grundlage für den überaus erfolgreichen Impfstoff gegen das Coronavirus ist. Dabei hatte das Heidel­berger Unternehmen BioNTech die mRNA-Technologie eigentlich erforscht, um Therapeutika im Kampf gegen den Krebs zu entwickeln.

Nun sind die Hoffnungen groß, dass der Forschungsschub durch die Pandemie bald auch der Krebs­forschung zugutekommt. Und tatsächlich erproben Forscher:innen bereits mRNA-Impfstoffe in der Behandlung von Tumoren.

Auch Professor Dr. Christof von Kalle vom Berlin Institute of Health an der Charité setzt große Hoffnungen auf die Technologie. Mitte Mai sprach er im Rahmen der Veranstaltung „ZEIT für Forschung“ im Berliner Futurium mit dem Journalisten Ulrich Bahnsen über die Potenziale der Technologie für die Krebs­bekämpfung.

Sein Take-away: In der Pandemie zeigte sich „wie in einer Feldstudie“, was mRNA-Impfstoffe im Körper leisten können. Durch sie produzieren Körper­zellen gezielt bestimmte Antigene selbst und lassen die Immun­zellen darauf mit der gewünschten Immun­antwort reagieren. Das Immun­system lernt auf diese Weise, wie es eine bestimmte Erkrankung gezielt bekämpft.

Wie dieser Mechanismus die Krebs­therapie voranbringen kann, beschreibt Christof von Kalle in diesem Video-Zusammen­schnitt:

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