ZEIT für X
Mann vor Whiteboard

Robert Quinn über Gelehrte in Gefahr

01. April 2022

Wie wichtig es ist, dass Wissenschaftler:innen frei forschen und lehren können – besonders in Zeiten des Ukraine-Krieges und der Corona­pandemie. Das erklärt Robert Quinn.

von Sally Wilkens, Studio ZX

In Zeiten der Corona­pandemie, aber auch angesichts des Krieges in der Ukraine ist es wichtiger denn je, auf die Wissenschafts­freiheit zu blicken. Ein Experte für die akademische Freiheit ist Robert Quinn, Executive Director des Scholars at Risk Network. Im Gespräch mit Deborah Steinborn, Chef­redakteurin des englisch­sprachigen Magazins ZEIT Germany, das im Rahmen der Thementage ZEIT für Bildung am 7. Oktober 2021 stattfand, erläutert Quinn, warum die Wissenschafts­freiheit ein Recht ist. Quinn blickt zurück auf lang­jährige Erfahrung und weiß, was Wissen­schaftler:innen, die in ihrer Freiheit bedroht sind, hilft. Er sagt: „Akademische Freiheit bedeutet im Kern: die Freiheit zu genießen, nach Wahrheit zu streben.“ Dabei beschränke sich die Wissen­schafts­freiheit nicht nur auf den Hörsaal, sondern umfasse auch den Dialog mit der Gesellschaft.

Wissenschaftsfreiheit ist ein Recht, das im inter­nationalen Menschen­rechts­system anerkannt ist und das in der freien Meinungs­äußerung, im Recht auf Bildung und im Recht, an den Errungen­schaften des wissenschaftlichen Fortschritts teil­zu­haben, begründet ist. Staaten sind daher gesetzlich verpflichtet, Wissenschafts­freiheit zu schützen und zu fördern. Quinn: „In den kommenden Jahren müssen Lösungen für eine Vielzahl globaler Heraus­forderungen gefunden werden. Wissenschaftler:innen müssen die Freiheit haben, nach Lösungen zu suchen, nach der Wahrheit zu streben und ihre Erkenntnisse in ihrer Forschung, Lehre und im Diskurs weiter­zu­vermitteln.“

Die wichtigsten Statements von Robert Quinn sehen Sie hier im Video:

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